Stadt Weingarten sucht ihre Held*innen der Pandemie

Eine Pflegekraft, die sich aufopferungsvoll um einen Corona-Patienten kümmert, ein Student, der eine kostenfreie Online-Nachhilfe für Flüchtlingskinder initiiert oder die Nachbarin, die sich den älteren Bewohnern im Haus annimmt und ihre Einkäufe miterledigt. In Weingarten sind während der Pandemie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über sich selbst hinausgewachsen, haben die Initiative ergriffen und gehandelt und sind so für andere zu ganz persönlichen Heldinnen und Helden geworden. Die Stadt möchte dieses selbstlose Engagement nun würdigen und sucht bis zum 31. Oktober 2021 mittels Aufruf nach diesen Persönlichkeiten.
Die Corona-Pandemie hat uns allen in den vergangenen Monaten viel abverlangt. Doch es gab Menschen in unserer Stadtgesellschaft, die trotz eigener Einschränkungen und Herausforderungen, ihre eigenen Probleme hintenangestellt haben und für Mitmenschen, die es vielleicht noch härter getroffen hat, Herz zeigten. Menschen, die in der Krise über sich hinausgewachsen sind, Initiative ergriffen und gehandelt haben. Diese bürgerschaftliche Solidarität und Hilfe fand meist „unter dem Radar“ der Öffentlichkeit statt – leise und selbstlos, aus reiner Menschlichkeit.

Die sinkenden Inzidenzwerte stimmen mittlerweile leise optimistisch, die Zahl der Geimpften steigt kontinuierlich und wir alle hoffen, dass wir das Schlimmste der Pandemie überstanden haben. Daher möchte die Stadt diesen Moment nutzen, Danke zu sagen. „Danke“ gegenüber all jenen, die in den vergangenen Monaten zu den versteckten „Held*innen der Pandemie“ geworden und für ein solidarisches Miteinander eingestanden sind.
Bis Ende Oktober können Bürgerinnen und Bürger ihre ganz persönliche Heldin / ihren ganz persönlichen Helden der Pandemie nennen und schildern, warum ausgerechnet diese Person in der Pandemie für sie zu einem Helden geworden ist. Ab sofort liegen im Stadtgebiet Postkarten aus, die hierfür verwendet werden können (Einwurf im Briefkasten des Rat- oder Amtshauses). Aber auch Briefe an die Stadt Weingarten unter der Nennung des Begriffs „Helden“ bzw. Emails an helden@weingarten-online.de werden berücksichtigt. Auch im Rahmen der diesjährigen Tage der Demokratie werden Postkarten ausliegen, die direkt vor Ort ausgefüllt und abgegeben werden können. Aus allen Teilnehmenden wird eine Jury die eindrücklichsten „Heldentaten“ auswählen und diese im gebotenen Rahmen würdigen.
Teilnehmer*innen werden gebeten, ihren vollständigen Namen und Kontaktdaten sowie den Vor- und Nachnamen des persönlichen Helden anzugeben.  Der Schutz der Daten wird hierbei vollumfänglich gewährleistet und die Daten im Nachhinein der Aktion vollständig vernichtet.

Demokratie Leben! geht in neues Förderjahr

Viele Ereignisse der letzten Monate haben uns sehr deutlich gemacht, dass Demokratie und Freiheit keineswegs Selbstverständlichkeiten sind. Es bedarf u.a. einer aktiven und lebendigen Zivilgesellschaft, die über unterschiedliche Initiativen und Ideen für ein buntes, tolerantes und gerechtes Miteinander wirbt. Weingarten ist seit 2015 Partner des Bundesprogramms Demokratie Leben! und konnte bislang dank zahlreicher Kooperationspartner und zivilgesellschaftlicher Akteure über 150 Maßnahmen umsetzen.

 Die Stadt ruft alle gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und zivilgesellschaftliche Akteur*innen auch im nächsten Jahr zur aktiven Mitwirkung auf. Vorbehaltlich einer Förderzusage aus dem Bundesministerium können ab sofort Förderanträge für eine Bezuschussung aus dem Bundesprogramm für das Jahr 2022 gestellt werden. Die Antragsfrist läuft bis zum 09. November 2021.

Hier die wichtigsten Fragen rund um die Ausschreibung im Überblick:

Was bezweckt „Demokratie leben!“?

Das Bundesprogramm zielt darauf ab, demokratisches Verhalten, ziviles Engagement und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz in unserer Gesellschaft zu fördern. Mit den Geldern können Projekte und Maßnahmen zur Stärkung von Demokratie und Vielfalt unterstützt werden.

Wer kann Projektanträge stellen?

Antragsteller können alle gemeinnützigen, zivilgesellschaftlichen Organisationen wie soziale Einrichtungen und Verbände, Kirchen und Vereine sein. Eine wesentliche Fördervoraussetzung ist der Nachweis der Gemeinnützigkeit. Neben juristischen Personen können auch Einzelpersonen, Bürgerinitiativen und Netzwerkgruppen im „Mikrofonds“ für Maßnahmen bis zu 500 Euro einen formlosen Antrag einreichen. 

Welche inhaltlichen und formalen Voraussetzungen gibt es?

Bezuschusst werden können Projekte und Maßnahmen, die die Leitziele der Ausschreibung für das Förderjahr 2022 erfüllen. Förderfähig sind unter anderem Sach- und Personalaufwendungen zur Durchführung von Aktionen, Veranstaltungen, Fortbildungsmaßnahmen sowie Publikationen. Die Beschaffung von Vermögensgegenständen ist nur in geringerem Umfang zuschussfähig. Pro Maßnahme können in der Regel bis zu 3.000 Euro Zuschuss gegeben werden. Eine Ko-Finanzierung durch die Projektträger ist wünschenswert.

Welches sind die Leitziele für die neue Förderperiode?

Förderfähige Projekte stimmen mit mindestens einem der unten aufgeführten Leitziele der zweiten Förderperiode überein:

Leitziel 1. Aktionen und Projekte zur Förderung des Demokratieverständnisses innerhalb der Stadtgesellschaft

Leitziel 2. Aktionen und Projekte zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung gegen Diskriminierung, Extremismus und Gewalt gegenüber Minderheiten

Leitziel 3. Aktionen und Projekte, die die Vielfalt in der Stadtgesellschaft fördern

Leitziel 4. Aktionen und Projekte, die das bürgerschaftliche Engagement in Weingarten fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

Wie funktioniert die Antragstellung?

Die Antragstellung sollte in schriftlicher Form an die Koordinierungs- und Fachstelle, TAVIR e.V., Gartenstraße 33, 88212 Ravensburg erfolgen. Für die Antragstellung ist ausschließlich das hierfür bereitgestellte Formular zu verwenden. Dieses können Sie über die Koordinierungsstelle bzw. direkt über die Homepage www.vielfaltimschussental.de beziehen. Die Stadt empfiehlt allen Interessenten, sich im Vorfeld mit den Ansprechpartnern für das Bundesprogramm abzustimmen.

Wer entscheidet über die Anträge?

Die eingereichten Anträge werden geprüft und dem Integrationsbeirat der Stadt Weingarten als Begleitausschuss für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zur Entscheidung vorgelegt. Alle Projekte des aktuellen Förderaufrufs müssen bis spätestens 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein.

Was ist der „Jugendfonds“?

Neben der oben beschriebenen Projektausschreibung aus dem sogenannten „Aktions- und Initiativfonds“ sieht das Bundesprogramm zusätzlich auch einen „Jugendfonds“ vor. Dieser umfasst für das Jahr 2022 einen Fördertopf in Höhe von 10.000 Euro und wird vom Jugendgemeinderat der Stadt Weingarten verwaltet.

 Was ist der „Mikrofonds“?

Der Mikrofonds bietet nicht-juristischen Personen, wie z.B. Einzelpersonen oder Agenda-Gruppen die Möglichkeit, einen formlosen Antrag für eine Förderung bis max. 500,00 Euro zu stellen. Hierfür stehen insgesamt 5.000 Euro im nächsten Förderjahr zur Verfügung.

Ansprechpersonen bei Rückfragen

Für Rückfragen zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ steht Mehmet Aksoyan (Telefon 0751 / 36 235 899, E-Mail: aksoyan@tavir-ravensburg.de) vom Verein TAVIR e.V. als Koordinierungs- und Fachstelle zur Verfügung.

Ansprechpartner für den Jugendfonds sind Sven Pahl, Jugend- und Familienbeauftragter (Telefon 0751 / 44 660, E-Mail: s.pahl@wgt.jetzt) und Alexandra Sailer Geschäftsstelle Jugendgemeinderat (Telefon 405-234, E-Mail: gremien@weingarten-online.de).

Projektausschreibung 2021 – Neue Antragsfrist bis 20.September 2021

Bundesprogramm „Demokratie leben!“
Das Bundesprogramm „Demokratie leben! Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.“ zielt darauf ab, demokratisches Verhalten, ziviles Engagement und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz zu fördern.
Neben Kindern und Jugendlichen, Studierenden und Menschen mit Behinderungen zählen Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen, zivilgesellschaftliche Akteure, wie kirchliche Träger, Vereine, Verbände sowie Multiplikator*Innen zur Zielgruppe des Programms.
Mit der Teilnahme am Bundesprogramm können Projekte zur Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft, für Demokratie- und Toleranzerziehung, Soziale Integration, Interkulturelles und interreligiöses Lernen bzw. Antirassistische Bildungsarbeit, kulturelle und geschichtliche Identität sowie Bekämpfung (rechts-) extremistischer Bestrebungen junger Menschen gefördert werden. Für das Jahr 2021 stehen im Aktions- und Initiativfonds Mittel in Höhe von insgesamt 52.000 € zur Verfügung.
Auf der Grundlage der Leitlinien des Bundesprogramms sowie der durch die Stadt Weingarten definierten Ziele sind alle gemeinnützigen, zivilgesellschaftlichen Akteure in Weingarten aufgerufen, Projektanträge für die Gestaltung einer „lokalen Partnerschaft für Demokratie“ einzureichen.
Grundsätzliche Zielsetzungen für eine Projektidee im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sind:
Leitziel 1: Weingarten fördert das Demokratieverständnis innerhalb der Stadtgesellschaft
 Stärkung des demokratischen Bewusstseins und der politischen Partizipation
 Aufbau von Initiativen zur Förderung des Demokratie- und gemeinsamen Werteverständnisses
Leitziel 2: Weingarten sensibilisiert und bildet ein Bewusstsein gegen Diskriminierung, Extremismus und Gewalt gegenüber Minderheiten
 Präventive Maßnahmen zum Abbau von gegenseitigen Vorurteilen unter dem Gesichtspunkt der sozialen Gerechtigkeit
 Erinnerungskultur und historisch-politische Bildungsarbeit als Mittel zur Sensibilisierung gegen autoritäre Denkmuster
 Sensibilisierung von Menschen für die Belange des jeweils anderen
Leitziel 3: Weingarten fördert die Vielfalt in der Stadtgesellschaft
 Stärkung des gegenseitigen Verständnisses für unterschiedliche Lebensweisen, Religionen und Nationalitäten
 Entgegenwirken der Herausbildung von Parallelgesellschaften
Leitziel 4: Weingarten fördert das bürgerschaftliche Engagement und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt
 Gewinnung von Multiplikatoren und Institutionen zur nachhaltigen Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
 Maßnahmen und Formate zur „Hilfe zur Selbsthilfe“
Im Antrag müssen folgende Punkte ausgewiesen sein:
 Bezeichnung des Einzelprojektes
 Beginn und Ende (geplant)
 Durchführungsort(e)
 Zuordnung zu einer der genannten Zielsetzungen
 Benennung der Hauptzielgruppe
 Ziele und Inhalte
 ggfs. Nennung der Kooperationspartner und Darstellung deren Mitwirkung
 Benennung von Indikatoren, anhand derer der Erfolg des Projektes bewertet werden soll
 Gender Mainstreaming
 Darstellung der Gesamtfinanzierung
Für die Antragstellung ist ausschließlich das hierfür bereitgestellte Formular zu verwenden. Dieses steht auf  www.vielfaltimschussental.de unter
http://vielfaltimschussental.de/stadt-weingarten/mach-mit/
zum Download zur Verfügung. Sie können den Antrag ausdrucken und von Hand ausfüllen, oder direkt in der Datei ausfüllen. Dazu bitte mit der rechten Maustaste „speichern unter“ auswählen, das PDF öffnen, ausfüllen und anschließend ausdrucken.

Ein gemeinsames Zeichen für Vielfalt

Am heutigen Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie haben die Rätinnen und Räte des Weingartener Gemeinderats sowie Mitglieder der Stadtverwaltung ein gemeinsames Zeichen für eine bunte und offene Gesellschaft gesetzt. Vor der Gemeinderatsitzung hissten sie auf dem Vorplatz des Kultur- und Kongresszentrums zwei farbenfrohe Regenbogenfahnen als buntes Statement für Vielfalt und Toleranz. Bereits in der Sitzung in der vergangenen Woche hatte die Erste Ehrenamtliche Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, Susanne Münz, ein eindringliches Statement aller Fraktionen in der Sitzung verlesen und betont, dass „Homophobie, Extremismus, Rassismus und Antisemitismus in Weingarten – auch zukünftig – keinen Platz haben“.  

In der öffentlichen Sitzung des Geeinderats in Weingarten, am 10.05.2021, wurde als erster Punkt im Namen der gesamten Fraktionen folgendes Statement von der Stadträtin Susanne Münz (Bündnis 90 / Die Grünen) unter Applaus verlesen:

Gemeinsames Statement für Vielfalt Weingarten ist bunt!

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Vertreter*innen der Presse

In der vergangenen Woche wurde die farbenfrohe Regenbogeninstallation der Aktion „Übergang zur Vielfalt – Regenbogenstreifen in Weingarten“ zerstört.
Was für ein paar Stunden als buntes Statement für Vielfalt und Toleranz bewundert werden konnte, fand sich am nächsten Morgen in Form von zerknüllter Bodenfolie auf dem  Areal wieder.
Und damit nicht genug. In den sozialen Medien, wie Facebook und Instagram, wurde die Tat mit Schadenfreude, Beleidigungen und Gehässigkeit kommentiert. Dieser Vorgang hat uns alle –
fraktionsübergreifend – betroffen gemacht und uns zu dem heutigen, gemeinsamen Statement bewogen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Wir alle sind einst als Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat angetreten, um unsere Stadt ein stückweit besser zu machen. Wir haben von den Wählerinnen und Wählern den Auftrag erhalten, nach bestem Wissen und Gewissen diese Stadt und ihre Gesellschaft aktiv mitzugestalten und dabei für die freiheitlich-demokratischen Grundwerte einzustehen.
Daher wollen und können wir diese Form von Respektlosigkeit und auch Verachtung nicht einfach ignorieren.

Toleranz und Respekt sind eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft. Homophobes Verhalten ist das genaue Gegenteil von einem respektvollen Umgang der Menschen miteinander. Homophobie geht uns alle an. Sie ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer Gesellschaft. Und sie hat viele Facetten und Ausdrucksformen. Noch heute werden Menschen, die sich als
lesbisch, bi, trans*, inter*, queer oder schwul definieren, weltweit Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt – eine häufig verdrängte Tatsache. Nach wie vor müssen viele Schwule, Lesben, bi-, trans- und intersexuelle Menschen in unserer Gesellschaft Nachteile erleiden, werden ihre Rechte verletzt.

Menschen sind verschieden, in jeder Hinsicht. Wir alle, wie wir hier sitzen, sind verschieden. Wir sehen unterschiedlich aus, haben verschiedene Ansichten, Interessen und Vorlieben.
Aber unsere Gesellschaft wird gerade durch diese Vielfalt bunt und interessant. Erst die Vielfalt schafft verschiedene Perspektiven, Lebensentwürfe und Lebensweisen. Und, welcher Mensch hätte das Recht zu entscheiden: Nur meine Art alles zu tun, zu sein und zu leben ist die richtige für alle anderen Menschen? Die Frage klingt schon absurd, oder? Wir alle sind es letztlich, die entscheiden, wie
wir zusammenleben wollen.

Wir entscheiden, ob wir füreinander da sein und respektvoll miteinander umgehen, uns für Demokratie, Offenheit und Akzeptanz einsetzen wollen. Als Stadträtinnen und Stadträte sehen wir es
allerdings als unsere Pflicht, uns gemeinsam für Toleranz und Weltoffenheit als wesentliche Merkmale einer freiheitlichen Gesellschaft zu bekennen. Deshalb dürfen Homophobie, Extremismus,
Rassismus und Antisemitismus in Weingarten – auch zukünftig – keine Chance haben.

Vielen Dank!

Statement Oberbürgermeister Markus Ewald zur Zerstörung der Regenbogenstreifen in Weingarten

„Ich bin zutiefst betroffen und verärgert über diese blinde Zerstörungswut, die in den gestrigen Abendstunden diesem farbenfrohen Statement für Vielfalt und Toleranz ein jähes und mutwilliges Ende bereitet hat. Vandalismus in dieser Form ist alles andere als ein Bagatelldelikt: Die gezielte Zerstörung der Installation zeugt von enormer Respektlosigkeit gegenüber vielfältigen Lebensformen und macht sichtbar, dass – trotz mancher in den letzten Jahren erlangter Fortschritte für die LGBTQI-Community – noch eine lange Wegstrecke zu einer bunten, gerechten und akzeptierenden Gesellschaft vor uns liegt. Ich bin dankbar für all die zahlreichen Solidarbekundungen, die seit gestern Abend im Zusammenhang mit der Aktion über die Sozialen Medien eingegangen sind – ein wichtiges Statement, das Mut macht und zeigt, dass eine große Zahl der Bürger*innen in unserer Gesellschaft solch ein sichtbares Signal für eine liberale und tolerante Gesellschaft schätzt und gutheißt. Nun müssen sich alle Beteiligten erst einmal sammeln und den Schreck verdauen, bevor wir – im gemeinsamen Dialog – die weiteren Schritte und Maßnahmen besprechen werden. Eins kann ich allerdings bereits heute schon sagen: Der Vandalismus in der vergangenen Nacht hat gezeigt, dass unsere Stadt Aktionen wie diese dringend braucht und auch künftig begrüßen und ggf. mit-initiieren wird.“ (Bild: Thomas Auerbach)

Liebe Netzwerkpartner*innen,

die neue digitale Ehrenamtsplattform der Stadt Weingarten nimmt weiter Gestalt an. Jetzt sind die Vereine gefragt: Um die Seite, auf der sich künftig das gesamte Ehrenamt in Weingarten präsentieren soll, mit Leben zu füllen, werden Informationen, Logos und Bilder von möglichst allen ehrenamtlichen Organisationen und Initiativen benötigt.
Von der klassischen Sportvereinsarbeit bis zum kurzfristigen Umweltprojekt, von der Crowdfunding-Aktion bis zur Nachbarschaftshilfe: Auf der Seite www.weingarten-engagiert.com soll bis in wenigen Wochen das gesamte Ehrenamt in der Stadt auf einer einheitlichen Plattform digital gebündelt werden. Eine digitale Ehrenamtsmesse, 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag, auf der jeder Verein und jede Gruppe sich nicht nur präsentieren, sondern auch neue Mitstreiter suchen und Veranstaltungen bewerben kann. Um die jeweiligen Vereinsseiten mit Inhalten zu füllen, bittet die kommunale Referentin für Bürgerschaftliches Engagement, Carolin Schattmann, um folgende Informationen der örtlichen Vereine, Gruppen und ehrenamtlichen Initiativen:
Name des Vereins / der Gruppe
Adresse
Ansprechpartner / 1. Vorsitzende(r)
E-Mail-Adresse
Telefonnummer
Internetadresse
Logo
Ein querformatiges Foto, das symbolisch für die Vereinsarbeit steht (Bildrechte müssen vorhanden sein und angegeben werden)
Kurze Beschreibung „Das sind wir“ (vier bis fünf Sätze)
Die Daten werden über die Mailadresse ehrenamt@weingarten-online.de gesammelt. Sobald die Plattform gestartet ist, haben alle Ehrenamtlichen die Möglichkeit, selbst Einträge zu verfassen – schließlich lebt das Angebot vom Mitmachen.

Aktionstag „Vorsicht, Vorurteile!“ – Weingarten wird zur vorurteilsfreien Zone
Rassismus ist ein echtes Problem in Deutschland. Und fängt mit Vorurteilen an. Um am Aktionstag, 18.03.2021, auf das Problem Alltagsrassismus aufmerksam zu machen, erklärte sich die Stadt Weingarten zur vorurteilsfreien Zone.

Liebe Netzwerkpartnerin, lieber Netzwerkpartner,
Demokratie macht und braucht auch während der aktuellen Einschränkungen keinen Stillstand!
In diesem Sinne stehen wir bereits in den Startlöchern für die diesjährigen Tage der Demokratie in Weingarten, die in der zweiten Oktoberhälfte stattfinden werden. Hierfür brauchen wir Ihre Unterstützung! Denn wir möchten uns mit Ihnen auf den Weg zur Planung und Umsetzung machen! Melden Sie sich bis zum 12.03.2021 bei uns, wenn auch Sie eine Idee haben und einen Beitrag für die Tage der Demokratie leisten oder einfach nur mitwirken möchten! Gerne laden wir Sie anschließend in der zweiten Märzhälfte zu einem 1. digitalen Planungsmeeting ein, um zusammen Ideen, Vorschläge etc. zu sammeln und offene Fragen zu klären. Werden Sie ein Teil der „4.Tage der Demokratie“ in Weingarten – Wir freuen uns auf Sie!

 

WEINGARTENER TAGE DER DEMOKRATIE 2020
RUNTER VOM SESSEL – DEMOKRATIE BRAUCHT DICH!

Vom 8. bis 22. Oktober 2020 ist es wieder soweit. Dann setzen die „Weingartener Tage der Demokratie“ zum dritten Mal im Rahmen von zahlreichen Veranstaltungen ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz im Stadtgebiet Weingartens. Ob Konzert, Exkursion, Filmvorführung oder Podiumsdiskussion – das Programm hält auch in diesem Jahr eine große Bandbreite an vielseitigen Aktionen und Veranstaltungen bereit.

Werbespot setzt ein Zeichen für Vielfalt

Was bedeutet Vielfalt für mich? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Kampagne von „Demokratie leben!“ Aus den Statements sind Kurzfilme fürs Fernsehen entstanden, in denen auch fünf bekannte Gesichter aus Weingarten zu sehen sind.

Vielfalt hat viele Gesichter. Das zeigt ein neuer Werbespot, den die vier Partnerschaften für Demokratie im Landkreis Ravensburg gemeinsam mit Regio TV entwickelt haben. Eigentlich sind es sogar 25 verschiedene Werbespots, die bei dem Projekt entstanden sind. Gezeigt werden die Kurzfilme in der Zeit vom 21. September bis zum 6. Oktober während des Programms von Regio TV Bodensee.
Unter dem Titel „Gemeinsam für Vielfalt“ formulieren neben Lokalpolitikern auch Vertreter von Vereinen und Unternehmen sowie verschiedene andere Engagierte, was für sie Vielfalt und Demokratie bedeuten. „Unsere Demokratie ist selbst im 21. Jahrhundert kein Selbstläufer. Sie braucht tagtäglich Protagonisten aus allen Teilen unserer Gesellschaft“, sagt Mehmet Aksoyan von der Fach- und Koordinierungsstelle des Bundesprogramms. Auch fünf bekannte Weingartenerinnen und Weingartener sind in den Videos zu sehen: Oberbürgermeister Markus Ewald, Eva Städele vom Jugendgemeinderat, Jürgen Hohl vom Museum für Klosterkultur, Dr. Heike Wagner von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Grünen-Stadtrat Ferdinand Ganter sowie Semra Yilmaz vom städtischen Team der Migration und Integrationsarbeit aus Weingarten. Jeder von ihnen hat für den Werbespot aus seinem Alltag erzählt, was Vielfalt ausmacht. Entstanden sind sehr persönliche Werbespots, die zeigen, wie vielfältig das Leben in der Region ist – und wie viele verschiedene Gesichter diese Vielfalt vor Ort hat.
Die Partnerschaften für Demokratie werden im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Bei „Demokratie leben!“ werden Initiativen unterstützt, die sich für Demokratie und Toleranz einsetzen und gegen jede Form von Extremismus.