Erinnern für die Zukunft

Erinnern wir uns!

Unsere Geschichte beginnt 2019, als wir nach Monaten intensiver Vorarbeit und Netzwerktreffen mit der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ und mit einem umfangreichen Rahmenprogramm ein besonderes Angebot für Jugendliche und eine breite Öffentlichkeit zum Thema „Antisemitismus, Demokratie und Vielfalt“ in Ravensburg setzen konnten. Denn auch nach ihrem Tod ist Anne Frank ein Symbol für Wachsamkeit gegenüber Diskriminierung und Ausgrenzung, aber auch Hoffnungsträgerin für Widerstand und Zivilcourage. Durch die Begleitung von jugendlichen Peer Guides wurden junge Besucher*innen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Themen aus Geschichte und
Gegenwart angeregt.

Schnell war uns als Netzwerk klar, dass wir nicht nur mit dieser einzigartigen Ausstellung ein Zeichen setzen wollten, sondern die Zusammenarbeit im Namen der Toleranz und Erinnerungskultur gemeinsam fortsetzen möchten mit „Erinnern für die Zukunft – Gegen Antisemitismus im Schussental“.

So konnten wir bereits in den letzten Jahren viele Veranstaltungsformate anbieten, wie z.B. „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und ein „Herbstprogramm“ mit Lesungen, Konzerten, Führungen, Exkursionen und Vorträgen.

Wir, das Netzwerk von „Erinnern für die Zukunft“ sind: Tavir e.V. – Vielfalt im Schussental, Stadt Ravensburg, Stadt Aulendorf, VHS Ravensburg, Studentwerk Weiße Rose Weingarten, Denkstättenkuratorium NS Dokumentation Oberschwaben, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Begegnung, Sinti Powerclub e.V. und die Katholische Seelsorgeeinheit Weingarten.

UNSERE

Projekte

Erinnerung bewahren - Versöhnung leben. Ravensburg erinnert an Pinchas Erlanger 2026

Pinchas/Peter Erlanger, Träger der Ehrenmedaille der Stadt Ravensburg, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Im Rahmen einer Festveranstaltung erinnern die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Begegnung in Oberschwaben (CJB) gemeinsam mit dem Netzwerk „Erinnern für die Zukunft“ und der Stadt Ravensburg an ihn und seine Familie.

Im Mittelpunkt der Gedenkfeier stehen Leben und Wirken Erlangers. 1926 auf dem Burachhof als Kind jüdischer Eltern geboren, musste er 1939 mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester Susanne vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina fliehen. Später engagierte er sich in außergewöhnlicher Weise für die deutsch-jüdische Aussöhnung und für die Begegnung junger Menschen. Besonders am Herzen lag ihm der Schüleraustausch zwischen Ravensburg/Weingarten und Nahariya/Israel. Für seine Verdienste ehrte ihn seine Geburtsstadt Ravensburg 2006 mit der Ehrenmedaille. Er starb 2007 in Shavey Zion /Israel.

Die Veranstaltung verbindet Erinnerung und Begegnung. Angehörige aus Israel sind zu Gast, Schülerinnen und Schüler verschiedener Ravensburger Schulen präsentieren Beiträge zu seinem Leben, und der im Jahr 2000 von Schülerinnen gedrehte Film „Flucht in die Heimat“ lässt Pinchas selbst zu Wort kommen. Musikalisch begleitet wird die Feier von einem Streicherensemble des sinfonischen Orchesters Ravensburg sowie von Schülerinnen und Schülern.

Im Anschluss lädt ein Get-together zu Begegnungen und Gesprächen ein. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung über die VHS Ravensburg ist erforderlich. Zur Anmeldung über die VHS

80 Jahre Kriegsende Ravensburg: 1945-2025

11 Tage lang werden verschiedene Geschichten zu 80 Jahre Kriegsende in Ravensburg gepostet. Zeitzeugen berichten und Geschichten werden vorgelesen.

Herbstprogramm 2022

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1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Der Blick in die Vergangenheit bietet seit Beginn des 14. Jahrhunderts wenige positive Anknüpfungspunkte für ein gemeinsames Miteinander, dennoch sind historische Themen, auch über unsere Region hinausweisende, selbst-verständlicher Bestandteil der Veranstaltungsreihe. Sie informiert, klärt auf und eröffnet neue Sichtweisen. Heute sind die Städte Ravensburg und Weingarten lebendige, dynamische Gemeinwesen und stehen für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander. Wir freuen uns sehr, dass mit dem Programm dieser Jubiläumswochen in den beiden Städten wegweisend aus der Gegenwart in die Zukunft geblickt wird; mit den einzelnen Veranstaltungen wird – speziell auch für Jugendliche – eine aktive Auseinandersetzung mit Themen aus Geschichte und Gegenwart angeregt. Die Veranstaltungsreihe will ermutigen, denn wir sind überzeugt: Gelebte Vielfalt hat eine positive Auswirkung auf unser aller Miteinander.

Deine Anne. 2019

Ein Zeichen für Menschlichkeit und gegen Rassismus
Anne Frank ist ein Symbol für Wachsamkeit gegenüber Diskriminierung und Ausgrenzung, aber auch Hoffnungsträgerin für Widerstand und Zivilcourage. Ihre Autobiographie gehört zum kollektiven Gedächtnis und erinnert an das Leid von Millionen verfolgter, gequälter, entwürdigter und grausam ermordeter Menschen durch das NS-Regime. Nach Monaten intensiver Vorarbeit und Netzwerktreffen freuen wir uns daher, mit der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ und mit einem umfangreichen Rahmenprogramm ein besonderes Angebot für Jugendliche und eine breite Öffentlichkeit zum Thema „Antisemitismus, Demokratie und Vielfalt“ zu präsentieren. Auf das gemeinsam erreichte Ergebnis dürfen wir durchaus
stolz sein. Wir danken allen, die dieses Projekt durch ihre engagierte Arbeit und Mitwirkung erst ermöglicht haben. Insbesondere gebührt unser Dankeschön dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und Herrn Heinrich Grieshaber für die Förderung und großzügige finanzielle Unterstützung.

„Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern!“
Anne Frank
26. März 1944